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Worauf achten beim Reifendruck?


Ein korrekt eingestellter Reifendruck ist sowohl für Ihre Sicherheit als auch für einen geringeren Kraftstoffverbrauch wichtig. Er beeinflusst das Fahrverhalten, den Bremsweg und den Verschleiß. Hier finden Sie nützliche Hinweise und Tipps zum richtigen Luftdruck.

Inhaltsverzeichnis

Luftdruck ReifenCopyright: Sasha Vasyliuk @ iStock

1. Wie viel Bar ist empfehlenswert?

Oft hört man 2,5 Bar als Richtwert. Dieser eignet sich zur Orientierung, doch er variiert je nach Fahrzeug und Beladung. Wenn Sie beispielsweise viel Gepäck transportieren oder mit mehreren Personen fahren, sollten Sie den Druck etwas erhöhen.

2. Wo stehen die passenden Werte?

Informationen zum optimalen Reifendruck finden Sie meist:

  • auf einem Aufkleber im Tankdeckel,
  • am Türrahmen der Fahrerseite,
  • oder im Handschuhfach.

Zusätzlich sind sie in der Bedienungsanleitung aufgeführt. Oft werden Druckwerte für unterschiedliche Beladungsstufen angegeben.

3. Richtigen Druck messen

Idealerweise prüfen Sie den Reifendruck, wenn die Reifen kalt sind, da sich warme Luft ausdehnt und das Ergebnis verfälschen kann. Sollten Sie bereits ein Stück gefahren sein, kann der gemessene Wert höher ausfallen. Dann empfiehlt es sich, geringfügig (z.B. 0,2 Bar) weniger zu befüllen und eine spätere Kontrolle im kalten Zustand durchzuführen.

4. Wann ist der Reifendruck zu hoch?

Etwas mehr als empfohlen (bis zu 0,3 Bar) ist meist unkritisch. Allerdings kann ein dauerhaft zu hoher Druck:

  • den Reifen mittig stärker abnutzen,
  • zu einem höheren Kraftstoffverbrauch führen,
  • und das Fahrverhalten verändern.

5. Was passiert bei zu wenig Druck?

Ein geringer Luftdruck wirkt sich stärker auf die Sicherheit und den Geldbeutel aus:

  • höherer Rollwiderstand → mehr Spritverbrauch,
  • stärkere Erwärmung → kürzere Lebensdauer der Reifen,
  • längere Bremswege, vor allem bei Nässe.

Schon 0,4 Bar zu wenig können die Laufleistung Ihrer Reifen erheblich reduzieren.

6. Vorteile von Reifendruckkontrollsystemen (RDKS)

Neuere Fahrzeuge verfügen über Sensoren, die den Luftdruck überwachen. Bei Abweichungen erscheint eine Warnleuchte im Cockpit. Das System unterscheidet man in:

  • Direkte RDKS: messen den Druck mittels Sensoren im Reifen.
  • Indirekte RDKS: ermitteln Druckverluste über die Drehzahlabweichung (via ABS/ESP).

Dennoch ersetzt ein RDKS nicht die eigene regelmäßige Kontrolle, denn die Sensoren können fehlerhafte Werte nicht immer erkennen oder melden.

7. Neue Reifen günstig kaufen

Selbst der beste Luftdruck nützt nichts, wenn das Profil abgefahren ist. Gesetzlich sind mindestens 1,6 mm vorgeschrieben, empfohlen werden jedoch mindestens 3 mm bei Sommerreifen und 4 mm bei Winterreifen. Online finden Sie oft gute Angebote und mithilfe weniger Angaben (Reifengröße, Fahrzeugtyp oder Schlüsselnummern) können Sie schnell den passenden Reifen für Ihr Auto auswählen.